Cristina Pileggi


Assistentin / Doktorandin (Professur Neumann-Braun)

Büro

Seminar für Medienwissenschaft
Holbeinstr. 12
4051 Basel
Schweiz


Forschungsschwerpunkte

Medien und Musik
Populärkulturanalyse
intermediale Kulturpraktiken
Mashup und Remix-Kultur
Werbekommunikation

 

Zur Person

Bachelor (BA) in Medienwissenschaft und Musikwissenschaft (Universität Basel, 2013)

Master (MA) in Medienwissenschaft und Musikwissenschaft (Universität Basel, 2016)

2013-2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin des vom BAKOM in Auftrag gegebenen Forschungsprojekts „Fernsehprogramme der privaten Veranstalter mit Leistungsauftrag in der Schweiz“ (Leitung Prof. Dr. Steffen Kolb, Universität Fribourg/Berlin; Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun, Universität Basel)

2017-2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin des von ASUT in Auftrag gegebenen Evaluationsprojekts „Neue Brancheninitiative für Jugendmedienschutz“ (Leitung Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun, Universität Basel)

seit Mai 2017 Promotionsstudium zum Thema "Mashup und Digitalisierung: Aktuelle Entwicklungstendenzen der fremdreferenziellen Produktion in audiovisuellen Medienformaten"

 

Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt behandelt den Wandel intermedialer Praktiken am Beispiel des Mashups, bei dem fremdreferenziell mindestens zwei digital veröffentliche Werke de- und rekonstruiert und als neues Medienprodukt auf peer community-Plattformen distribuiert werden. Die Kombination erfolgt überwiegend durch die Verbindung musikalisch kongruenter Strukturen (Tempo, Tonart, Lyrics) mit inkongruenten Kontexten (Kultursparte, Entstehungszeit, Gattung). Durch das Abstrahieren der im Mashup verwendeten Samples auf den semiotischen Code können soziokulturelle und somit auch zeitliche Kontexte hervorgehoben werden, die im Mashup rekontextualisiert werden. Die Spuren des Originalwerks im Mashup evozieren jedoch langwierige rechtliche Debatten, die nicht gänzlich geklärt sind. Obwohl die Praxis nach dem Schweizerischen Urheberrecht illegal ist, gewinnen Mashups immer mehr an Popularität; dies nicht nur in der nicht-kommerziellen digitalen Jugendkultur, sondern auch in klassischen Medien wie Radio und Fernsehen sowie in Musikperformances abseits der digitalen Gesellschaft. Das Ziel der Dissertation ist eine Aktualisierung der Mashup-Debatte mit der Aufgabe eine zeitgemässe Definition zu finden, indem einerseits das Phänomen Mashup im Bereich akustischer und audiovisueller Medien vertieft empirisch untersucht wird, und andererseits der Übergang einer Online-Kultur in die Offline-Gesellschaft kritisch beobachtet wird.