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Die Dinge könnten anders sein

Modell

Foto Credit: Michelle Mantel

Martin Müller im Interview mit dem Handelsblatt über spekulatives Design

Lässt sich das Kommende einfach aus dem Gewesenen – sei es mithilfe der Probabilistik und anhand großer Datenbestände – ableiten? Stoßen die allzu linearen Ansätze der traditionellen Zukunftsforschung in Zeiten geopolitischer Eskalation und ökologischer Katastrophen an ihre Grenzen? Diese und andere Fragen diskutiert Martin Müller im Interview mit dem Handelsblatt. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht eine Methode, die in der Gestaltungswissenschaft als spekulatives Design seit den 1990er Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wird und sich längst in interdisziplinären Zusammenhängen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften etabliert hat.

Das Interview wurde aus aktuellem Anlass geführt. Im Herbst dieses Jahres erscheint ein umfangreiches Kompendium, das aus einer Forschungskooperation von Martin Müller mit der Medienwissenschaftlerin Léa Perraudin am Exzellenzcluster „Matters of Activity“ der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden ist. Im Rahmen des Experimentallabors „CollActive Materials” haben beide nicht nur gemeinsam geforscht, sondern auch Ausstellungen zu materiellen und ökologischen Zukunftsfragen kuratiert und damit erprobt, was spekulatives Design jenseits der akademischen Forschung leisten kann. Der Sammelband Sensing Common Grounds. Towards Collaborative Speculation (Spector Books, Leipzig) untersucht, inwieweit dieser Ansatz als neue Methodik für die Kultur- und Medienwissenschaften erschlossen werden kann — und inwiefern transdisziplinäre Forschung, also Forschung gemeinsam mit Menschen aus der Gesellschaft, den Zukunftsbegriff erweitern und pluralisieren könnte.

Zum Interview: https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/spekulatives-design-wie-koennte-sich-die-zukunft-anfuehlen/100217463.html

Zum Experimentallabor: https://www2.hu-berlin.de/collactivematerials/

Zur Ausstellung: https://www2.hu-berlin.de/collactivematerials/ausstellungen/

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