SNF sinergia-Projekte

Im Rahmen des Sinergia-Programms fördert der Schweizerische Nationalfonds die Zusammenarbeit von zwei bis vier Forschungsgruppen, die interdisziplinär und mit Aussicht auf bahnbrechende Erkenntnisse forschen. Aktuell arbeiten unter der Leitung von Markus Krajewski vom Seminar für Medienwissenschaft drei weitere Forschungsruppen unter der Leitung von Monika Dommann (Geschichte, Universität Zürich), Ralph Ubl (Kunstgeschichte, Universität Basel), Alexander Hononld (Germanistik, Universität Basel) zusammen mit Oliver Simons (Columbia University, New York). Für Fragen zu den Forschungen der Gruppe besuchen Sie gerne die Webseite des Projekt oder wenden sich an die Projektkoordination, Antonia von Schöning und Mario Wimmer.

Laufend

Welchen Stellenwert besitzt Genauigkeit in der wissenschaftlichen Erkenntnisproduktion? Wie bestimmt je nach Fachdisziplin und Gegenstandsbereich eine spezifische Vorstellung von Genauigkeit den Weg der Erkenntnisfindung und Darstellungsweise? In welchen Repräsentationen, Medien und Praktiken realisiert sie sich, um mittelbar die Resultate – Bilder, literarische Texte, ökonomische Prognosen – und nicht zuletzt die Methodenbildung der Disziplinen selbst zu modifizieren? Setzt Genauigkeit auf eine idealisierende Arbeitsweise, ist es ein Stilideal, das allenfalls approximativ zu erreichen ist? Was sind die Implikationen und Ausschlüsse, die Genauigkeit als epistemische Tugend auszeichnen?

Das Ziel dieses interdisziplinären Forschungsprojekts besteht darin, die historische Entwicklung, theoretische Ausformung und praktische Wirksamkeit jener Verfahren zu analysieren, die unter der Massgabe von Genauigkeit jenseits der Natur- und Ingenieurswissenschaften die Erkenntnisgewinnung im künstlerischen, sozial- und geisteswissenschaftlichen Kontext formen. Neben grundlegenden Konzept- und Begriffsklärungen werden anhand von ausgewählten Fallgeschichten die Bedingungen und Herausbildungen von Kulturtechniken, Rhetoriken und Darstellungsweisen von Genauigkeit ergründet und analysiert, in welcher Weise sich die Vorstellungen eines ›exakten‹ Arbeitens auch zwischen den Disziplinen ähneln, worin sie differieren und wechselseitig aufeinander einwirken.

Projektleitung

>            Dommmann               Monika                       Prof. Dr.
                                                                                Uni Zürich

an der Universität Zürich

>               Ronca                                         Marion
>               Schädler                                     Jonas
>               Steinmann                                  Seraina


Abgeschlossen

Radiophonic Cultures - Sonic environments and archives in hybrid media systems (Prof. Dr. Ute Holl)

The interdisciplinary research project Radiophonic Cultures explores the emergence of new sonic spaces and cultures of listening in radiophonic arrangements from early radio to its current digital reorganization. Going beyond a definition of the radio as institution, the concept of radiophonics followed in this research encompasses a larger history of the forms of production, composition, transmission, and perception of sounds as well as of the changing conceptions of sound and music that is linked to the radio and its apparatus, technologies, experiments and discourses. The research group, consisting of media scholars, radio researchers, musicologists and composers, examines the mutual interdependencies between technologies of the radio studio, musical composition, practices of archiving and modes of reception. Thus it aims at understanding more closely the impact of radiophonics on sonic environments and communication and grasping the aesthetical and political potentials of a future radio under hybrid media conditions.