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Tatiana Eichenberger

Experimental Sound Laboratories of the Radio

The recording of sounds beyond scripture and notation, the recording “of the real” possible through gramophone recordings and the audiotape opened up new techniques of processing and new means of expression and can be described as the most important musical advance in the 20th century. The project examines the possibilities of aesthetic experiment under conditions of technical media arrangements in the electronic studios of the European broadcasting corporations in Paris, Cologne, Milan and London during the introduction phase of the magnetic tape.

radio

Corinne Hügli

Geschichte und Leistungsprofil der Nutzungsforschung elektronischer Medien in der Schweiz

Die Daten der kontinuierlichen Publikumsforschung dienen den Medienanstalten zur adäquaten Programmplanung und sind die «Währung» im Werbemarkt für die Verrechnung von Werbekontakten. Sie sind entscheidend für die Verteilung der finanziellen Mittel. Gemäss der Stiftung Werbestatistik Schweiz beträgt der Netto-Werbeumsatz im Bereich der elektronischen Medien in der Schweiz jährlich rund 1,5 Mrd. Franken.

lc2

Lisa Cronjäger

Nachhaltigkeit und Genauigkeit bei der Vermessung und Beschreibung fremder Wälder

Welche Praktiken galten im 19. Jahrhundert als nachhaltig oder nicht nachhaltig? In welchem Zusammenhang standen diese Bewertungen mit Waldnutzungskonflikten? Ausgehend von forstwissenschaftlichen Lehrbüchern, Reiseberichten, Zeitschriftenartikeln und alternativen Quellen untersucht Lisa Cronjäger in ihrer Dissertation, wie Verfahren der Forsteinteilung Vorstellungen von Nachhaltigkeit prägten.

smarttv2

Fiona Fehlmann

Ist dein öffentlicher Rundfunk auch mein öffentlicher Rundfunk?

Die Frage nach dem Stellenwert des öffentlichen Rundfunks hat in Zeiten vernetzter Kommunikation kaum an Brisanz verloren – im Gegenteil: Öffentliche Rundfunkorganisationen stehen in ganz Europa wieder vermehrt im Zentrum heftiger Debatten. Während die einen die journalistische Qualität öffentlicher Medienhäuser loben und die traditionsreichen Medienhäuser als einen Felsen in der Brandung der im Internet kursierenden Desinformationen erkennen, hinterfragen andere deren Leistungsvereinbarungen und fordern eine Kürzung oder gar die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren.

service public

Matthias Künzler (HTW Chur), Ulla Autenrieth, Klaus Neumann-Braun, Fiona Fehlmann

Fortschreitender Akzeptanzverlust beim Zielpublikum - die Zukunft des Service public in der Schweiz

Die audiovisuellen Informations- und Unterhaltungsprogramme des öffentlichen Rundfunks galten in der Schweiz und in anderen Ländern bislang als Kern des “Service public”, welcher einen demokratie- und gesellschaftspolitisch relevanten Beitrag zur Information, Debatte, kulturellen Entfaltung und Integration zu leisten hatte. In beschränktem Mass weist der Schweizerische Gesetzgeber auch den konzessionierten lokal-regionalen Privatsendern einen solchen Leistungsauftrag zu.

sozarchivbild

Markus Krajewski, Hannes Bajohr

Subalterne Mimesis

Das Teilprojekt „Subalterne Mimesis“ widmet sich kollaborativen Formen des Schreibens. Anhand von Untersuchungen zur Zusammenarbeit von Autoren und Lektoren einerseits sowie von Autoren und ihrer Schreibsoftware andererseits gilt es den Anteil der ‚unsichtbaren‘ Akteure innerhalb des Schreibprozesses herauszuarbeiten.

entwurfsgefüge

Leonie Häsler

Entwurfsgefüge. Die Organisation und Transformation des textilen Entwerfens in der Industrie

Im Modedesign werden ausgehend von Recherchen und Moodboards zweidimensionale Zeichnungen angefertigt, die später als dreidimensionale Kleidungsstücke realisiert werden sollen. Der Entwurf durchläuft einen Transformationsprozess, in dem unterschiedliche Stadien durch unterschiedliche Medialitäten und Materialitäten repräsentiert und geformt werden. Dass nicht allein das Genie der Designerin verantwortlich ist für Entwurf und Gestaltung, sondern die verwendeten Kulturtechniken, Körperpraktiken und Materialien eine aktive Rolle spielen im Formgebungsprozess, ist in den vergangenen Jahren in der Kulturwissenschaft, der Architektur- und Entwurfsforschung hinlänglich erforscht worden; Designpraxis und -forschung gelten als eine eigenständige Wissenskultur, die Wissen nicht nur anwendet, sondern auch produziert.

ranke

Mario Wimmer

Ranke's Blindness

In meinem aktuellen Buchprojekt schreibe ich eine Geschichte eines “gewöhnlichen Historikers”, wie ihn sein Kollege an der Berliner Universität der Philosoph G.W.F. Hegel bezeichnete. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als Leopold Ranke, der diesseits und jenseits des Atlantiks als eine der Gründungsfiguren der modernen Geschichtswissenschaft gilt. Bis heute werden Ranke grundlegende methodische Neuerungen und fest etablierte historische Argumentationsfiguren zugeschrieben.

mobydick2

Markus Krajewski, Harun Maye et. al.

Moby-Dick Kommentar

Seit 2006 trifft sich eine Gruppe von Wissenschaftlern einmal im Jahr mit einem ehrgeizigen Ziel: es gilt, jedes der 135 Kapitel von Moby-Dick (einschließlich der Paratexte wie etwa die Exzerpte zu Beginn des Romans, den Klappentext etc.) einem historisch ebenso gründlichen wie kulturwissenschaftlich aufschlußreichen Kommentar zu unterziehen.

oszilloskop2

Stefanie Bräuer

Elektronische Oszilloskopie im Experimentalfilm der frühen 1950er Jahre

In den frühen 1950er Jahren entstanden experimentelle Filme, die erstmals elektronische Bilder künstlerisch verarbeiteten. Das Dissertationsprojekt erfasst sie zum ersten Mal als Korpus und untersucht die Einbindung der elektronischen Oszillogramme in die Animationsfilme von Mary Ellen Bute (1906-1983), Hy Hirsh (1911-1961) und Norman McLaren (1914-1987) in den Jahren 1951-54 mit Blick auf die Schnittfläche von Elektronik und Kinematografie.

Laveuses (Lumière Katalog Nr. 60)

David Bucheli

Die Schweiz, vom Kinematografen her betrachtet (1896-1900)

Es sind gespenstische Bilder, die 2018 aus den Magazinen der französischen Nationalkinemathek aufgetaucht sind: Gut dreissig Filmstreifen, die kurz vor 1900 an Schauplätzen in der ganzen Schweiz belichtet wurden und 120 Jahre lang als verschollen galten. Doch was lässt sich heute über die Produktionsumstände und Inszenierungsabsichten dieser Filme sagen? Was können wir von den namenlosen Menschen wissen, die hier für wenige Sekunden im Auge der Geschichte erscheinen? Und wie ordnet sich die frühe Schweizer Kinematografie in ein weltumspannendes Netzwerk aus Medientechniken, Kolonialkapitalismus und Konsumgüterindustrie ein? Das Forschungs- und Vermittlungsprojekt zeichnet in einem Dokumentarfilm die Spuren der frühen Kinematografie in der Schweiz nach.