Hier finden Sie eine, laufend ergänzte, Liste mit Empfehlungen zu nützlichen Tools für medienwissenschaftliche Forschung. Für Korrekturen, Anregungen oder Ergänzungen schreiben Sie uns!

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Zeitungen und Zeitschriften

  • Das impresso-Projekt (https://impresso-project.ch/) an der Universität Lausanne stellt Volltext-Daten und Analysewerkzeuge zur Schweizerischen Zeitungsgeschichte zur Verfügung. Derzeit sind hier (https://impresso-project.ch/app/) rund 76 Zeitungen und Zeitschriften, in mehr als 600,000 Exemplaren erfasst. Damit stehen mehr als 5 Millionen im Volltext erfasste Seiten, das sind rund 12 Milliarden Worte und knapp 3,5 Millionen Bilder zur Recherche zur Verfügung.

Post, Telefon und Telegrafie

Staatsarchiv Basel

  • Im Staatsarchiv befinden sich Unterlagen aus fast 1000 Jahren Geschichte. Die Benutzung dieses Archivguts steht grundsätzlich allen Personen offen und dient der Sicherung und Erforschung einzigartigen Kulturguts. Auf der Website des Staatsarchivs (https://query.staatsarchiv.bs.ch/query/suchinfo.aspx) erhalten Sie Informationen zu Recherchemöglichkeiten, zu archivierten Beständen und zur Arbeit des Archivs.
    Zudem gibt es im Basler Staatsarchiv umfangreiche Sammlungen von Bildern, Fotografien und Filmen, die online recherchiert werden können und teilweise digital zur Verfügung stehen.


Audio und Video

  • SRF Mediendatenbank (FARO). Im Zeitschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek Basel stehen zwei Arbeitsplätze mit Zugang zur FARO-Datenbank zur Verfügung. Damit kann auf das Archiv des SRF zugegriffen werden. Über eine Datenbank kann nach Sendungen und Beiträgen des SRF recherchiert und diese vor Ort auch abgerufen und angesehen werden. 
  • Die Schweizer Nationalphonothek (https://www.fonoteca.ch/ourOffer/dbSimpleSearch_de.htm) ist das Tonarchiv der Schweiz. Es sammelt musikalische und gesprochene Dokumente mit einem Bezug zur Geschichte und Kultur der Schweiz. Ein Teil der Dokumente steht zum Anhören bereit und ist im Netzwerk der AV-Arbeitsplätze der Phonothek in Lugano oder über Arbeitsstationen in der Universitätsbibliothek Basel abrufbar. 
  • Die Prelinger Archives (https://archive.org/details/prelinger) sind eine Filmsammlung der amerikanischen Kulturgeschichte und enthalten viele Materialien, wie Werbe- und Industriefilme, die für die medienhistorische Forschung besonders interessant sind. Die Videos stehen frei zur Verfügung und können mittels dieser Plattform (https://archive.org/details/prelinger) durchsucht und abgerufen werden.

 

Big Data

  • Das GDELT Project (Global Database of Events, Language, and Tone) erfasst weltweit übertragene, gedruckte und online Nachrichten in mehr als 100 Sprachen. Es erlaubt einzelne Personen, Orte, Organisationen, Themen, Quellen, Zitate, Bilder usw. zu identifizieren und zu visualisieren. Es handelt sich um eine freie und quelloffene Platform, um Big Data weltweit zu sammeln und zu analysieren.
    Es stehen sowohl die Daten als auch Analysewerkzeuge zum Download zur Verfügung.
  • Bereits 1968 schrieb der französische Historiker Emmanuel Le Roy Ladurie "Der Historiker von morgen wird Programmierer sein oder es wird ihn nicht mehr geben." In diesem Sinne stellt die Plattform The Programming Historian (https://programminghistorian.org/) eine Reihe an Werkzeugen und Kurzeinführungen für Historikerinnen und Historiker zur Verfügung, um Grundlagen in wesentlichen Programmiersprachen und nützliche Grundfertigkeiten erlernen zu können.
  • Zum Einstieg in das Programmieren für Geistes- und Kulturwissenschaften empfiehlt sich, wie soll es anders sein, ein Buch, nämlich  Exploratory Programming for the Arts and Humanities des Medienwissenschaftlers Nick Montfort. Das Buch gibt Anleitung für erste Schritte im Programmieren für die Geistes- und Kulturwissenschaften und verwendet dafür ausschliessliche freie und quelloffene Software.
  • Der Informatiker und Programmierer Donald Knuth hat mit seinem The Art of Computer Programming ein Standardwerk vorgelegt, das dabei hilft, richtig und lesbar zu programmieren und den Programmcode zu kommentieren. Dass es sich dabei nicht nur um eine Schreibpraxis für Informatiker sondern auch für die Kultur- und Medienwissenschaften handelt, hat Markus Krajewski in einem beachtenswerten Aufsatz vorgeführt.
  • Golo Roden veröffentlichte im März 2020 fünf Regeln, die es zu beachten gilt, um lesbaren Code zu schreiben. Den Artikel und die Regeln finden Sie hier.

Text


Audio und Video

  • Anvil (https://www.anvil-software.org/) ist eine kostenfreie Software zur Videoanalyse unter den Betriebssystemen (Linux und Apple). Die Bedienungsanleitung finden Sie hier (https://www.anvil-software.org/doc/anvil40-manual.pdf). 
  • Transana (https://www.transana.com/) bietet eine Umgebung, um Audio- und Videodateien zu transkribieren, annotieren (tagging) und zu analysieren (kostenpflichtig).
  • trAVis (http://www.travis-analysis.org/) ist ein kostenfrei zugängliches musikzentriertes Tran­skrip­tions­programm für audiovisuelle Medienprodukte, das bild­bezogene und texthermeneutische Ansätze mit musik­wissen­schaftlichen Zugängen verbindet. Mit trAVis kann das komplexe Zusammenspiel von Bild, Text und Ton/Musik interdisziplinär transkribiert, analysiert und interpretiert werden.
  • TRAVIS GO (http://travis-go.org/) ist eine kostenfrei zugängliche App zur simplen und kollaborativen Annotation von Video- und Audiomaterial. Mit der Kollaborations-Funktion können in TRAVIS GO Projekte gemeinsam in Echtzeit oder zeitversetzt digital bearbeitet und geteilt werden.

Social Media

  • Mit Fraidycatkönnen Sie via Desktop Applikation oder als Browser-Addon für Firefox und Chrome beliebig vielen Nutzern über verschieden Plattformen hinweg folgen (es gibt Versionen für Linux, Mac OS und Windows); sei es auf Twitter, Blogs, YouTube, oder öffentlichen TiddlyWikis. Die Software ist frei und quelloffen und steht zum Herunterladen auf Github zur Verfügung.
  • OCRopus (https://github.com/tmbdev/ocropy) ist eine freie Software zur Dokumentanalyse und Texterkennung. Erlaubt die optische Zeichenerkennung, Analyse des Dokumentenaufbaus und Nutzung von statistischen Sprachmodellen (kostenlos).
    Link zum OCRopus-Wiki (https://github.com/tmbdev/ocropy/wiki
  • Ocrad ist eine freie Texterkennungs-Software für die Linux-Kommandozeile, die seit 2003 im Rahmen des GNU-Projekts entwickelt wird. Es gibt verschiedene Nutzeroberflächen, die diese Software einfacher handhabbar machen, wie etwa OCRFeeder.  
  • Für Fraktur-Schriften liefert derzeit Tesseract (https://github.com/tesseract-ocr/tesseract/releases/tag/4.1.1) die besten Ergebnisse. Es handelt sich um freie Software zur Texterkennung. Zur Verbesserung der Erkennungsraten verwendet Tesseract Sprachmodelle, die auch trainiert werden können. Es unterstützt nicht nur lateinische Antiqua-Schriften, sondern auch Fraktur-Schrift, Devanagari (indische Schrift), chinesische, arabische, griechische, hebräische, kyrillische und weitere Schriften.[Kurzanleitung (https://adnanvatandas.wordpress.com/2010/09/26/texterkennung-mit-tesseract-windows/) für den Umgang mit tesseract auf Deutsch 
  • Transkribus (https://transkribus.eu/Transkribus/) ist derzeit das beste verfügbare Werkzeug zur automatischen Erkennung von Handschriften (mit Registrierung kostenlos).
  • EndNote Basic—Für Studierende der Universität Basel ist die online-Nutzung kostenlos. Um das Service zu nutzen rufen Sie Web of Science (https://www.ub.unibas.ch/ub-hauptbibliothek/recherche/elektronische-medien/zugangsberechtigung/web-of-knowledge/)  vom Rechnernetz der Uni Basel aus auf und eröffnen Sie einen persönlichen Account. Ein Account zu EndNote Basic kann auch ausserhalb des Web of Science eingerichtet werden, je einer pro E-Mail-Adresse. Dieser Account ermöglicht auch Alerts, Citation Alerts und persönliche Einstellungen in Web of Science. Wer bereits bei Web of Science registriert ist, kann den bestehenden Account verwenden. Da weltweit auf die gespeicherten Bibliografien zugegriffen werden kann, empfiehlt sich ein sicheres Passwort.
    Informationen über die Unterschiede zwischen EndNote (kostenpflichtig, Desktop & Online) und EndNote Basic (gratis, nur Online): finden Sie unter endnote.com/product-details/basic/
    my.endnote.com
    Ein online-Tutorial finden sie hier (http://clarivate.libguides.com/endnote_training)

  • Synapsen ist ein digitaler Zettelkasten, d.h. ein bewährtes Speichermedium auf Basis einer elektronischen Lite­ra­tur­da­ten­bank, das Biblio­gra­phien zu ver­arbei­ten erlaubt. Doch ent­ge­gen her­kömm­li­cher Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­soft­ware bietet Synapsen einen entschei­denden Vor­teil: anhand eingegebener Schlag­wor­te vernetzt das Pro­gramm ein­zel­ne Zettel automatisch und stellt somit bisweilen ver­ges­se­ne, aber auch gänzlich ungeahnte Ver­bin­dun­gen und Zusammenhänge zwischen den Einträgen her. Synapsen ist daher nicht nur eine elektronische Li­te­ra­tur­ver­wal­tung, sondern ein Schreibgehilfe beim Verfassen wis­sen­schaft­li­cher Texte, der in ständiger Kommunikation mit dem Autor ebenso Argumentationen zu soufflieren in der Lage ist wie er beim Auffinden von Ideen Hilfe leistet.
    Hier geht es zu den ausführlicheren Informationen und zum Funktionsumfang (http://www.verzetteln.de/synapsen/de/ueber/). Die Software kann hier (http://www.verzetteln.de/synapsen/de/laden/) heruntergeladen werden. Auf der Seite des Autors finden sich darüber hinaus medienhistorische Beiträge zur Geschichte und Theorie von Zettelkästen und kollaborativer Textproduktion zwischen Menschen und Maschinen.
  • Zotero—zum Sammeln, Verwalten und Zitieren von Literatur und Quellen. Zotero unterstützt die Bearbeitung von bibliografischen Angaben und Literaturlisten, besonders in wissenschaftlichen Publikationen. Das Programm läuft unter allen gängigen Betriebssystemen, ist kostenlos und open source https://www.zotero.org/
    Die ausführliche Dokumentation für Zotero finden Sie hier (https://www.zotero.org/support/de/start)
    Ein deutschsprachiges Tutorial finden Sie hier (http://etools.fernuni.ch/wiss-schreiben/zotero/de/html/index.html)
    Siehe auch: Jason Puckett: Zotero. A guide for librarians, researchers, and educators. 2. Auflage. Association of College and Research Libraries, Chicago 2017. 

 

Allgemein

  • Die Zeitschrift für Medienwissenschaft (https://www.zfmedienwissenschaft.de) zählt zu den zentralen deutschsprachigen Publikationen der Medienwissenschaft. Die einzelnen Ausgaben arbeiten sich jeweils an einem bestimmten Themenkomplex ab, beleuchten diesen aus verschiedenen Perspektiven des Faches und geben Einblick in aktuelle Forschungsfragen und -debatten. Die Artikel sind als Print und Online als PDF abrufbar.

Filmwissenschaft

  • Das Film-Philosophy Journal (www.film-philosophy.com) ist eine internationale und englischsprachige Publikation, die an der Schnittstelle von Filmwissenschaft und Philosophie operiert. Jährlich erscheinen drei Ausgaben, Einreichungen eigener Texte sind über die Website ebenso möglich. Darüber hinaus findet jährlich die Film-Philosophy Konferenz statt, Ankündigung und Programm sind auf der Website zu finden.
  • Senses of Cinema (http://sensesofcinema.com) ist ein Online Journal, welches sich der Auseinandersetzung mit Film als Kunstform eigenen Rechts widmet. Das inhaltliche Angebot umfasst Filmtheorie, Filmkritiken, Buchrezensionen, Festivalbesprechungen, sowie einen eigenen Podcast zu ausgewählten Filmen.

 

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